Über den Wolken ist die Freiheit NICHT grenzenlos…..

Was ich noch zu sagen hätte:

Dauert nicht länger als eine Zigarette (bin jetzt NR) aber erinnere mich noch wie lange es gedauert hat. 

Ich bin rausgeflogen! Wo? Aus dem Air-Berlin-Magazin. Womit? Mit meiner Werbe-Kleinanzeige.

Bin ich empört? Ja und nein. Und wenn dann nur über die Intoleranz und Verlogenheit gewisser Leute, die die Wahrheit hinter genau dem Schleier verstecken, den auch die Frauen in diesen Ländern zu tragen gezwungen sind.

Jawohl: Gezwungen! Durch die Vorherrschaft der Paschas, die Religion und den Sitten, die mit Sicherheit nicht mehr in unsere Zeit passen, weil sie Unterdrückung der Schwächeren bedeuten.

Genau das ist auch der Grund der ganzen Aufstände in der arabischen Welt! Die Menschen wollen sich die Unterjochung durch die Reichen und Mächtigen nicht länger gefallen lassen. Sie wollen sich endlich frei bewegen, frei entscheiden und sich einen Krümel von dem großen Kuchen abschneiden, den die habgierigen Reichen bisher für sich allein gefressen haben. Mit welchen Mitteln auch immer, ob das Rechtens ist oder nicht, das sei dahingestellt.

Warum?

Ich denke wegen dem Anzeigen -Text: www.frauenfalle-orient.de.

Genau das und nicht mehr hatte ich als Werbung für meine Romane und Geschichten in dem Bordmagazin bei Air Berlin inseriert, der Domain-Name meiner Blog-Seite, die sich aber auch mit dem Titel meines authentischen Romans deckt, der als ebook bei amazon.de veröffentlicht ist. Ein Titel dessen Aussage voll und ganz der Wahrheit entspricht.

Was ist an dem Titel so schlimm?

Nichts, außer dass die deutsche Fluggesellschaft Air-Berlin einen Arabischen Anteils-Eigner ( nach meiner Information zu 30 % ) hat. Und diese orientalische Fluggesellschaft hat gegen meine winzig kleine Werbung ein Veto eingelegt. Und schwups flog ich mit freundlichen Worten >wir dürfen Ihre Anzeige leider nicht länger veröffentlichen< raus.

Dem netten Herrn der deutschen Herausgeber- Firma dieses Magazins war es sichtlich peinlich mir diese Absage erteilen zu müssen. Vielen Dank für den wenigstens freundlichen Hinauswurf.

Was ist der wahre Grund?

Der ist ganz sicher in erster Linie diese Aussage Frauenfalle-Orient! Nämlich weil mein Roman die negativen Erfahrungen mit einem orientalischen Mann und die Ausbeutung und Unterdrückung der kleinen Leute in diesem orientalischen Land drastisch verdeutlicht.

Denn in einem arabischen, islamischen Land sind die Frauen noch immer rechtlose, dem Mann untergeordnete und somit seinem Willen ausgelieferte Geschöpfe, die mangels Lobby keine Möglichkeit haben sich dagegen aufzulehnen.

Die Frau ist minderwertig

Das beste Beispiel erlebte ich mit einer netten einheimischen Kollegin.

In den ersten Monaten meines Langzeit-Aufenthaltes in Ägypten arbeitete ich in einem Fünf Sterne Hotel. Der Teilzeit-Job in dem Internet-Cafe dieses Hauses war eine willkommene Tätigkeit um Abwechslung in das eintönige Leben zu bringen, denn eintönig ist das Leben für eine Europäerin bei einem Dauer-Aufenthalt in dem >Urlaubs-Paradies< zweifellos.

Für die 12 stündige Öffnungszeit des Cafes waren außer mir noch 2 Kolleginnen eingestellt, eine davon Ägypterin. Sara war jung, nett, modern eingestellt, europäisch gekleidet und fleißig, sie hatte mit uns beiden Deutschen gleichzeitig den Job angenommen.

Schon bei der Einstellung mussten wir ungläubig den ersten Unterschied miterleben.

Der amerikanische General-Manager hatte uns für diese Arbeitzeit ein Budget von 3600 LE (ägyptische Pfund- damals circa 900 DM) in Aussicht gestellt, die wir durch 3 teilen wollten, so wie die Arbeitszeit ebenfalls. Keine Riesensumme, aber akzeptabel.

Aber gleich bei unserer Vorstellung bei dem arabischen Personalchef dieser Hotelkette, kürzte der voller Empörung Sara´s Lohn um die Hälfte mit der Begründung, eine Ägypterin dürfe nicht so viel Geld bekommen. Unser Gehalt war davon nicht betroffen.

Sara wagte keinen Widerspruch. Die selbstbewusste weltoffene junge Frau, die sich als Kellnerin in orientalischen Cafe-Shops ihren Lebensunterhalt verdient hatte, mit einem verheirateten Ägypter in wilder Ehe zusammen lebte, schluckte stumm diese krasse offene Demütigung. Selbst von dem amerikanischen Manager kam kein Einwand, er ließ es zu, dass der untergebene Personal-Chef gegen seine Anweisung verstieß. Also auch der Mann, der eigentlich das Sagen über alle drei Hotels dieser Hotelkette hatte, war machtlos. Die Hotels waren im Besitz einer Ägyptischen Familie. Deshalb wäre ein Veto sinnlos gewesen.

Wir deutschen Frauen bekamen anfänglich die Einstellung der einheimischen Kellner im Hinblick auf arbeitende Frauen voll zu spüren. Für die Orientalen waren solche Frauen Schlampen.

Während die einfachen Kellner, alles sehr junge und ungelernte Hilfskräfte, uns anbaggerten, wollten uns die Herren Oberkellner ständig irgendwelche Anordnungen geben und hatten oft widersinnige Bemängelungen an der Ausführung unserer Tätigkeit. Sie schikanierten uns wo und wie sie es konnten, obwohl sie mit unserer Abteilung gar nichts zu tun hatten. Das ging sogar so weit, dass sie unsere Essensbestellungen vergaßen oder unser Essen bereits kalt war wenn es denn endlich gebracht wurde.

Als wir es leid waren beklagten wir uns bei dem Manager. Dessen Machtwort beendete den lästigen offenen Kleinkrieg.

Aber die mächtigen Oberkellner revanchierten sich heimlich, in dem sie Getränke-Nachbestellungen nur verzögert bringen ließen, obwohl wir das für die Bewirtung der Gäste brauchten. Die Rache des kleinen Mannes.

Nach nur drei Monaten bekamen wir die Kündigung. Wegen der Afghanistan- Krise wurden nicht nur wir, sondern ein Drittel des gesamten Personals einfach entlassen.

Ich war nicht traurig darüber, denn auf den Hungerlohn war ich Gott sei Dank nicht angewiesen. Der Kontakt zu Sara ging ebenfalls verloren.

Jahre später, ich war lange nach Deutschland zurück gekehrt, kam ich im Urlaub wieder an den Ort und traf auch Sara wieder.

Sie war inzwischen mit dem Lebensgefährten offiziell verheiratet, als (Nebenfrau) Ehefrau, (denn in Ägypten darf ein Mann 4 Ehefrauen haben) lebte weiterhin mit ihm zusammen, aber nun legal.

Allerdings durfte sie nun nicht mehr arbeiten, musste im Haus bleiben und wenn sie einkaufen ging musste sie ein Kopftuch tragen, wie es sich für eine moslemische Ehefrau gehört!

Aus dem schwarzen Schaf war ein Weißes geworden.

3 thoughts on “Über den Wolken ist die Freiheit NICHT grenzenlos…..”

    1. Sorry- aber wieso haben Sie etwas dagegen in diesem Zusammenhang mit dem Wort „Vorherrschaft“ verlinkt zu werden? Ist das nicht zu Ihrem Thema die passende Wahrheit?

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